Interview mit Baustadtrat Panhoff im Inforadio

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Wer Zeit hat es zu transripieren bitte im Kommentar posten vielen dank !

 

Dahl:

Jetzt wird geräumt. Ach ne. Doch nicht. Oder jetzt doch? Das war gestern ein ziemlich verwirrender Tag, rund um die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. Fest steht: die Polizei hat das Schulgebäude, in de[m] noch immer rund 40 Flüchtlinge ausharren, bis heute Morgen 8:26 Uhr nicht geräumt.
Gestern Mittag hat der Baustadtrat des Bezirks, der Grünen-Politiker Hans Panhoff, ein Räumungsersuchen an die Berliner Polizei gestellt, die grüne Bezirksbürgermeisterin ist gegen eine Räumung. Nur: Herr Panhoff trägt als Baustadtrat die Verantwortung für die Schule und die Zustände darin. Die Polizei hat sein Ersuchen akzeptiert und er sagt: „Ich tue das aus dem Mut der Verzweiflung, weil ich nicht sehe, wie es anders gehen soll.“. Jetzt ist er am Telefon.
Guten Morgen, Herr Panhoff.

Panhoff:

Ja, guten Morgen.

Dahl:

Was lässt Sie so verzweifeln, dass Sie sagen „Jetzt geht nur noch die Räumung.“ ?

Panhoff:

Es hat sich da alles dermaßen ineinander verhakt, dass man da jetzt einfach mal entschieden rangehen muss und Entscheidungen treffen muss, aber auch Entscheidungen herbeiführen muss und dieses, ja, ewige Hingeziehe und Gespräche oder doch keine Gespräche und bewegt man sich aufeinander zu oder stellt man erstmal unerfüllbare Vorbedingungen, das geht so nicht weiter und deswegen hab ich gesagt: also wir können den Polizeieinsatz ja jetzt nicht über Wochen und Monate vorhaben, sondern wir müssen zu einem Ergebnis kommen. Und ich hab das gesagt, gestern schon, wenn man verhandeln möchte, muss eben auch klar sein, dass es da zwei Positionen gibt, von denen aus man sich annähert und ich hab jetzt unsere Position als Bezirk eben sehr deutlich gemacht, mit der Androhung der Räumung, hab damit aber immer verbunden zu sagen, wir können noch verhandeln, wir können noch zu einem Ergebnis kommen, aber diese Position ist jetzt geklärt und ich übernehme dafür die Verantwortung und das kann ich eben auch nicht mit x Gremien- und Parteiengesprächen und sonst wie machen, weil das Entscheidungswege sind, die viel zu lange dauern, da muss jetzt eben auch mal jemand die Möglichkeit haben, kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden. Und ich habe mich dazu entschlossen und deswegen die Sache auf meine Kappe genommen.

Dahl:

Mhm. Und was heißt das? Was wäre denn eine Position wo Sie sagen: gut, dann verhandeln wir?
Weil Sie sagen, mit diesen ganzen extremen Positionen, das zieht sich in die Länge, das mach ich nicht mehr mit. Was wäre der Punkt wo Sie sagen: jetzt können wir nochmal verhandeln?

Panhoff:

Also, die Idee ursprünglich war immer schon gewesen, sie ist seit Ende April bekannt, dass wir einem Teil der Leute in der Schule, ungefähr in der Größenordnung derer, die da jetzt drin sind, wir haben gesagt 35, im Moment haben wir ungefähr irgendwie 35 bis 40, dass die den Pavillon haben können, auf dem Gelände, also dieser Flachbau vorne, auch social center genannt. Gut, darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, da bin ich auch bereit dazu, das zu tun, solange sichergestellt ist, dass A) es ein abgrenzbarer Bereich ist und B) ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird. Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, weil die Verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug. Und wir sind jetzt dabei zu klären, wie wir das organisieren und zwar kooperativ und wenn uns das gelingt, dann können wir eine Vereinbarung treffen, dann wäre für eine Räumung ja auch keine Erfordernis mehr gegeben, die würde ich dann zurückziehen.

Dahl:

Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen? Die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule, um die Flüchtlinge zu bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.

Panhoff:

Das ist formal richtig, aber die Polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht irgend eine Aktion startet, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist, es sei denn, dass da jetzt Gründe vorliegen, wie sonst auch, wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen, aber ansonsten ist die Vereinbarung schon die, dass wir gucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen und diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.

Dahl:

Nun, nicht sehr lange? Wie schnell wird die Polizei räumen, womit rechnen Sie?

Panhoff:

Also, ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu einer Vereinbarung kommen, mit den Flüchtlingen, mit den Refugees in der Schule, sodass wir Licht im Tunnel haben und dann ist das eine Sache von Stunden, dann zu sagen, gut, wir haben jetzt sozusagen ein friedvolles Ende gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen können dann entsprechend beendet werden.

Dahl:

Sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird, treten Sie zurück. Bleiben Sie dabei?

Panhoff:

Also, wenn sich jemand den kleinen Finger bricht, weil er jetzt durchs Treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück. Aber Sie wissen, welche Drohung ausgesprochen wurde, seitens der Flüchtlinge, die sich also vom Dach stürzen wollen. Das ist eine Sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten, aber, sagen wir mal, kleine Geschichten gibt es ja immer mal, das ist sicherlich jetzt nicht, was ich meine.

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21 thoughts on “Interview mit Baustadtrat Panhoff im Inforadio

      1. @Radical_stay

        R: = Reporter_in
        P: = Panhoff
        R: „Guten Morgen Herr P., was lässt sie so verzweifeln, dass sie sagen, jetzt geht nur noch die Räumung?“
        P.: „Es hat sich da alles dermaßen ineinander verhakt, ja?! Dass man da jetzt einfach mal entschieden äh, rangehen muss und Entscheidungen äh, treffen muss, äh aber auch Entscheidungen herbeiführen muss und dieses, ja äh ,ewige Hingeziehe und Gespräche, oder doch keine Gespräche, und bewegt man sich aufeinander zu, oder stellt man erstmal unerfüllbare Vorbedingungen. Das geht so nicht weiter und deshalb hab ich erstmal gesagt, also wir können ja jetzt auch den Polizeieinsatz nicht über Wochen und Monate so haben, wir müssen zu ‘nem Ergebnis kommen. Und ich hab, äh das äh gesagt, äh gestern schon: Wenn man verhandeln möchte muss eben auch klar sein, dass es da zwei Positionen gibt von denen aus man sich annähert und ich hab jetzt unsere Position als Bezirk eben sehr deutlich gemacht, äh mit der Androhung der Räumung. Hab damit aber immer verbunden zu sagen: Wir können noch verhandeln, wir können noch zum Ergebnis kommen, aber diese äh Position ist jetzt geklärt und ich übernehme jetzt dafür die Verantwortung. Und das kann ich eben auch nicht mit X Gremien- und Parteiengesprächen und sonst wie machen, weil das äh Entscheidungswege sind, äh die viel zu lange dauern. Und da muss jetzt eben auch mal jemand, äh die Möglichkeit haben kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden und ich hab mich äh dazu entschlossen.“
        R: „Hmmh“
        P: „Und deswegen die Sache auf meine Kappe genommen“ R: „ Und was heißt das? was wäre denn eine Position, wo sie sagen: „Gut dann verhandeln wir“? Weil sie sagen: „mit diesen ganzen extremen Positionen das zieht sich in die Länge, das mach ich nicht mehr mit?““
        P: „ Genau“
        R: „ Was wäre der Punkt wo sie sagen: „ Gut jetzt können wir nochmal verhandeln!“?“
        P: „…Also die ähm Idee ursprünglich war, immer schon gewesen, sie ist seit Ende April bekannt, dass wir einem Teil der Leute in der Schule, ungefähr auch in der Größenordnung derer, die da jetzt drin sind. Wir hatten gesagt 35, im Moment haben wir ungefähr 35 bis 40, äh dass die den Pavillon haben können, äh auf dem Gelände also dieser Flachbau vorne, auch Social-Center genannt, gut darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, äh, da bin ich auch bereit dazu, das zu tun, solange sicher gestellt ist, dass A) es ‘n abgrenzbarer Bereich ist und B) ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird….Da treffen sich interessanterweise, äh ähm, die die beiden Seiten, weil die verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug und wir sind jetzt dabei zu klären wie wir das organisieren. Und zwar kooperativ, und wenn uns das gelingt, dann Können wir ne Vereinbarung treffen und dann wäre es für eine Räumung ja auch keine Erforderniss mehr gegeben, die würde ich dann zurückziehen.“
        R: „Aber sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen, die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule, um die Flüchtlinge zu bitten das Gebäude freiwillig zu verlassen.“
        P: „…Das ist formal richtig, aber äh, die Polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht, äh, irgendeine Aktion, äh, startet, äh, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist, es sei denn, dass da jetzt, äh, Gründe vorliegen, wie sonst auch, wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen. Äh, aber, äh, ansonsten ist die Vereinbarung schon die, dass wir gucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen und diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.“
        R: „Hmm, nicht sehr lange, wie schnell wird die Polizei räumen? Womit rechnen sie?“
        P: „Also ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu ‘ner Vereinbarung kommen, mit den Flüchtlingen, mit den Refugees in der Schule, so dass wir Licht im Tunnel haben, äh, und dann ist es ne Sache von, äh ja, Stunden, äh, dann zu sagen, gut ähm, wir haben, äh, jetzt sozusagen, ähm, ein friedvolles Ende gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen, können dann, äh, entsprechend beendet werden.“
        R: „Sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird treten sie zurück. Bleiben sie dabei?“
        P: „Also wenn sich jemand den kleinen Finger bricht, weil er irgendwie durchs Treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück, aber sie wissen welche Drohung ausgesprochen wurde seitens der Flüchtlinge, die sich also, äh, vom Dach stürzen wollen. Das ist ‘ne Sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten, aber sagen wir mal, kleine Geschichten gibt’s ja immer mal, das ist sicherlich jetzt nicht, äh, was ich meine.“

  1. mee2you

    Sabine Dahl (SD): Guten Morgen, Herr Panhoff.
    Hans Panhoff (HP): Guten Morgen.
    SD: Was lässt Sie so verzweifeln, dass Sie sagen: „Jetzt geht nur noch die Räumung?”
    HP: (seufzt): Es hat sich da alles dermaßen ineinander verhakt, ja, dass man da jetzt einfach mal entschieden äh rangehen äh muss und da Entscheidungen äh treffen muss aber auch Entscheidungen herbeiführen muss. Und dieses äh ja ähm ewige Hingeziehe und Gespräche oder doch keine Gespräche und bewegt man sich aufeinander zu oder stellt man erstmal unerfüllbare Vorbedingungen, das geht so nicht weiter. Deswegen hab ich gesagt, also wir könn’ ja jetzt auch den Polizeieinsatz da nicht über Wochen und Monate so haben, wir müssen zu nem Ergebnis kommen und ich hab des äh gesagt äh gestern schon: Wenn man verhandeln möchte, muss es da klar sein, dass es da zwei Positionen gibt von denen aus man sich annähert und ich hab jetzt unsere Position als Bezirk sehr deutlich gemacht äh mit der Androhung der Räumung, hab damit aber immer verbunden zu sagen: „Wir können noch verhandeln, wir können noch zu nem Ergebnis kommen.” Aber diese Position ist jetzt geklärt und ich übernehm dafür die Verantwortung und das kann ich eben auch nicht mit X Gremien und Parteiengesprächen und sonstwie machen, weil das äh Entscheidungswege sind, die viel zu lange dauern, da muss jetzt…

    Ich muss leider zur Arbeit, habe bei 2:00 gestoppt, vielleicht kann wer fortsetzen?

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    1. sebo

      …auch mal jemand die Möglichkeit haben, kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden und ich hab mich dazu entschlossen und deswegen (die Sache?) auf meine Kappe genommen.
      SD: Und was heißt das, was wäre denn eine Position, wo sie sagen: gut, dann verhandeln wir. Weil Sie sagen mit diesen ganzen Extrempositionen und alles zieht sich in die Länge, das mache ich nicht mehr mit [HP: Genau.]. Was wäre der Punkt, wo sie sagen, jetzt können wir wieder verhandeln.
      HP: Also, die Idee, ehm, ursprünglich, war immer schon gewesen, die ist seit Ende April bekannt, dass wir einen Teil der Leute in der Schule, ungefähr auch in der Größenordnung derer, die da jetzt drin sind… Wir hatten gesagt 35, im Moment haben wir ungefähr irgendwie 35 – 40, dass die den Pavillon haben können auf dem Gelände, also dieser Flachbau vorne, auch sovial center genannt… Gut darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, da bin ich auch bereit das zu tun, solange sicher gestellt ist, dass a) das ein abgrenzbarer Bereich ist und b) ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird. Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, weil die Verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug und wir sind jetzt dabei das zu klären, wie wir das organisieren, und zwar kooperativ. Und Wenn uns das gelingt, dann können wir ne Vereinbarung treffen und dann wäre es für eine Räumung ja auch keine Erfordernis mehr gegeben, die würde ich dann zurückziehen.
      SD: Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen, die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule um die Flüchtlinge zu bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.
      HP: das ist formal richtig, aber die Polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht irgendeine Aktion startet, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist. Es sei denn, ehm, dass da jetzt Gründe vorliegen, wie sonst auch wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen eh, aber ansonsten eh ist die Vereinbarung schon die, dass wir gucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen und diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.

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  2. Jenss

    das Interview ab 3:30 (den Rest in der Mitte mach ich geich weiter)

    Interviewerin:
    Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen. die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule. um die Flüchtlinge zu bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.

    Panhoff:
    Das ist formal richtig. aber die Polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht irgendeine Aktion startet, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist. Es sei denn, dass da jetzt Gründe vorliegen, wie sonst auch, wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen. Aber ansonsten ist die Vereinbarung schon die, dass wir kucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen und diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.

    Interviewerin:
    Nicht sehr lange? Wie schnell wird die Polizei räumen, womit rechnen Sie?

    Panhoff:
    Also, ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu einer Vereinbarung kommen mit den Flüchtlingen, mit den Refugees in der Schule, so dass wir Licht im Tunnel haben, und dann es ist eine Sache von Stunden, dann zu sagen, gut wir haben jetzt ein sozusagen ein friedvolles Ende gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen können dann entsprechend beendet werden.

    Interviewerin:
    Sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird, treten Sie zurück. Bleiben Sie dabei?

    Panhoff:
    Also wenn sich jemand den kleinen Finger bricht, weil er irgendwie durchs Treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück. Aber Sie wissen, welche Drohungen ausgesprochen wurden seitens der Flüchtlinge, die sich also vom Dach stürzen wollen. Das ist eine Sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten, aber sagen wir mal kleine Geschichten gibt es ja immer mal, das ist sicher nicht, was ich meine.

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  3. ls

    …eben auch mal jemand die Möglichkeit haben, kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden, und ich hab mich dazu entschlossen und deswegen die Sache auf meine Kappe genommen.
    SD: Und was heißt das? Was wäre denn eine Position wo Sie sagen, gut dann verhandeln wir? Weil Sie sagen, mit diesen ganzen extremen Positionen und alles zieht sich in die Länge, das mach ich nicht mehr mit. (Genau) Was wäre der Punkt wo Sie sagen jetzt können wir nochmal verhandeln?
    HP: (seufzt) Also die Idee urspprünglich war immer schon gewesen, die ist seit Ende April bekannt, dass wir einem Teil der Menschen in der Schule, wir hatten gesagt 35, immoment haben wir irgendwie 35-40 (äh) dass die den Pavillon haben können auf dem Gelände, also dieser Flachbau vorne, auch Social Center genannt, gut darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, da bin ich auch bereit dazu das zu tun, solange sichergestellt ist, dass a) das ein abgrenzbarer Bereich ist und b) ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird.

    Reply
  4. MortemInteritum

    Dahl:

    Jetzt wird geräumt. Ach ne. Doch nicht. Oder jetzt doch? Das war gestern ein ziemlich verwirrender Tag, rund um die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. Fest steht: die Polizei hat das Schulgebäude, in de[m] noch immer rund 40 Flüchtlinge ausharren, bis heute Morgen 8:26 Uhr nicht geräumt.
    Gestern Mittag hat der Baustadtrat des Bezirks, der Grünen-Politiker Hans Panhoff, ein Räumungsersuchen an die Berliner Polizei gestellt, die grüne Bezirksbürgermeisterin ist gegen eine Räumung. Nur: Herr Panhoff trägt als Baustadtrat die Verantwortung für die Schule und die Zustände darin. Die Polizei hat sein Ersuchen akzeptiert und er sagt: „Ich tue das aus dem Mut der Verzweiflung, weil ich nicht sehe, wie es anders gehen soll.“. Jetzt ist er am Telefon.
    Guten Morgen, Herr Panhoff.

    Panhoff:

    Ja, guten Morgen.

    Dahl:

    Was lässt Sie so verzweifeln, dass Sie sagen „Jetzt geht nur noch die Räumung.“ ?

    Panhoff:

    Es hat sich da alles dermaßen ineinander verhakt, dass man da jetzt einfach mal entschieden rangehen muss und Entscheidungen treffen muss, aber auch Entscheidungen herbeiführen muss und dieses, ja, ewige Hingeziehe und Gespräche oder doch keine Gespräche und bewegt man sich aufeinander zu oder stellt man erstmal unerfüllbare Vorbedingungen, das geht so nicht weiter und deswegen hab ich gesagt: also wir können den Polizeieinsatz ja jetzt nicht über Wochen und Monate vorhaben, sondern wir müssen zu einem Ergebnis kommen. Und ich hab das gesagt, gestern schon, wenn man verhandeln möchte, muss eben auch klar sein, dass es da zwei Positionen gibt, von denen aus man sich annähert und ich hab jetzt unsere Position als Bezirk eben sehr deutlich gemacht, mit der Androhung der Räumung, hab damit aber immer verbunden zu sagen, wir können noch verhandeln, wir können noch zu einem Ergebnis kommen, aber diese Position ist jetzt geklärt und ich übernehme dafür die Verantwortung und das kann ich eben auch nicht mit x Gremien- und Parteiengesprächen und sonst wie machen, weil das Entscheidungswege sind, die viel zu lange dauern, da muss jetzt eben auch mal jemand die Möglichkeit haben, kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden. Und ich habe mich dazu entschlossen und deswegen die Sache auf meine Kappe genommen.

    Dahl:

    Mhm. Und was heißt das? Was wäre denn eine Position wo Sie sagen: gut, dann verhandeln wir?
    Weil Sie sagen, mit diesen ganzen extremen Positionen, das zieht sich in die Länge, das mach ich nicht mehr mit. Was wäre der Punkt wo Sie sagen: jetzt können wir nochmal verhandeln?

    Panhoff:

    Also, die Idee ursprünglich war immer schon gewesen, sie ist seit Ende April bekannt, dass wir einem Teil der Leute in der Schule, ungefähr in der Größenordnung derer, die da jetzt drin sind, wir haben gesagt 35, im Moment haben wir ungefähr irgendwie 35 bis 40, dass die den Pavillon haben können, auf dem Gelände, also dieser Flachbau vorne, auch social center genannt. Gut, darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, da bin ich auch bereit dazu, das zu tun, solange sichergestellt ist, dass A) es ein abgrenzbarer Bereich ist und B) ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird. Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, weil die Verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug. Und wir sind jetzt dabei zu klären, wie wir das organisieren und zwar kooperativ und wenn uns das gelingt, dann können wir eine Vereinbarung treffen, dann wäre für eine Räumung ja auch keine Erfordernis mehr gegeben, die würde ich dann zurückziehen.

    Dahl:

    Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen? Die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule, um die Flüchtlinge zu bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.

    Panhoff:

    Das ist formal richtig, aber die Polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht irgend eine Aktion startet, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist, es sei denn, dass da jetzt Gründe vorliegen, wie sonst auch, wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen, aber ansonsten ist die Vereinbarung schon die, dass wir gucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen und diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.

    Dahl:

    Nun, nicht sehr lange? Wie schnell wird die Polizei räumen, womit rechnen Sie?

    Panhoff:

    Also, ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu einer Vereinbarung kommen, mit den Flüchtlingen, mit den Refugees in der Schule, sodass wir Licht im Tunnel haben und dann ist das eine Sache von Stunden, dann zu sagen, gut, wir haben jetzt sozusagen ein friedvolles Ende gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen können dann entsprechend beendet werden.

    Dahl:

    Sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird, treten Sie zurück. Bleiben Sie dabei?

    Panhoff:

    Also, wenn sich jemand den kleinen Finger bricht, weil er jetzt durchs Treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück. Aber Sie wissen, welche Drohung ausgesprochen wurde, seitens der Flüchtlinge, die sich also vom Dach stürzen wollen. Das ist eine Sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten, aber, sagen wir mal, kleine Geschichten gibt es ja immer mal, das ist sicherlich jetzt nicht, was ich meine.

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  5. ls

    Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, weil die verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug, wir sind jetzt dabei das zu klären wie wir das organisieren, und zar kooperativ, und wenn uns das gelingt dann können wir ne Vereinbarung treffen und dann wäre für ne Räumung ja auch keine Erforderniss mehr gegeben, die würd ich dann zurückziehen.
    SD: Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei üvbrtragen, die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule um die Flüchtlinge zu bitten das Gebäude freiwillig zu verlassen
    HP: (seufzt) Das ist formal richtig, aber die Polizei hat mir auch zugesagt dass sie jetzt nciht irgendeine Aktion startet wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist, es sei denn das da jezt Gründe vorliegen, wie sonst auch, wenn da jetzt Feuer ausbrechen würde dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen, aber ansonsten ist die Vereinbarung schon die dass wir gucken dass wir das friedlich zu Ende bekommen, und diese Zeit auch haben, die ist allerdings nciht sehr lange.
    (ca. 4: 10)

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  6. Catharina

    rbb: Was lässt sie so verzweifeln, dass Sie sagen es geht nur noch die Räumung?

    Panhoff: Es hat sich das alles dermaßen ineinander verhakt, dass man da jetzt einfach mal entschieden, ähh, rangehen muss und Entscheidungen, ähh, treffen muss, ich sag mal auch: Entscheidungen herbeiführen muss. Dieses ja, äh, ewige Hingeziehe und Gespräche oder doch keine Gespräche oder bewegt man sich aufeinander zu oder stellt man erstmal unerfüllbare Vorbedingungen, das geht so nicht weiter und deswegen habe ich gesagt, also wir können jetzt ja auch den Polizeieinsatz nicht über Wochen und Monate wahren, wir müssen zu einem Ergebnis kommen und ich hab das gestern auch schon gesagt, wenn man verhandeln will, muss man klarmachen, dass es da zwei Positionen gibt von denen aus man sich annähert und ich hab jetzt unsere Position als Bezirk eben sehr deutlich gemacht mit der Androhung der Räumung hab damit aber immer verbunden zu sagen wir können noch verhandeln wir können noch zu einem Ergebnis kommen aber diese Position ist jetzt geklärt und ich übernehme dafür die Verantwortung und das kann ich eben auch nicht mit x Gremien und Parteigesprächen und sonstwie machen weil das Entscheidungswege sind, die viel zu lange dauern, da muss jetzt eben jemand auch mal die Möglichkeit haben kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden und das hab ich eben jetzt auf meine Kappe genommen.

    rbb: Und was heißt das, was wäre so eine Position wo sie sagen, gut, dann verhandeln wir? Weil sie sagen, mit diesen extremen Positionen und alles zieht sich in die Länge, das machen Sie nicht mehr mit. Was wäre der Punkt wo sie sagen: jetzt können wir nochmal verhandeln?

    Panhoff: Also die die Idee ursprünglich war immer schon wesentlich seit April bekannt, dass wir einen Teil der Leute in der Schule, ungefähr auch in der Größenordnung derer die da drin sind – wir hatten gesagt 35, im Moment haben wir da etwas 35-40, dass die da den Pavillon haben, wenn da auf dem Gelände, also dieser Flachbau da vorne, auch social center genannt… und darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der Schule bleiben, darauf bin ich auch bereit dazu, das zu tun, solange sicher gestellt ist, dass a. das ein abgrenzbarer Bereich ist und b. ein neuer Zuzug, ein wilder Zuzug, von der Straße verhindert wird. Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, weil die Verbliebenen in der Schule wollen auch keinen wilden Zuzug, und wir sind jetzt dabei zu klären wie wir das organisieren und zwar kooperative und wenn uns das gelingt, dann könnten wir eine Vereinbarung treffen und dann wäre für einen Räumung auch kein Erfordernis mehr gegeben und die würde ich dann somit zurückziehen.

    rbb: Aber Sie hatten die Verantwortung wohl der Polizei übertragen, die schickt jetzt wohl Verhandlungsteams in die Schule, und die die Flüchtlinge bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.

    Panhoff: Das ist formal richtig, aber die Polizei hatte mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht, ähh, irgendeine Aktion startet, wenn die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist, es sei denn, dass da jetzt Gründe vorliegen, wie sonst auch wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten die reingehen, dann würden die auch reingehen, ähh, aber ansonsten, ähh, ist die Vereinbarung schon die, dass wir gucken, dass wir das friedlich zu Ende bekommen, dass wir diese Zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lange.

    rbb: Nicht sehr lange, wie schnell wird die Polizei räumen, womit rechnen Sie?

    Panhoff: Also ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu einer Vereinbarung kommen, mit den Flüchtlingen, mit den Refugees in der Schule, sodass wir Licht im Tunnel haben und dann ist es ne Sache von Stunden dann zu sagen: gut, wir haben jetzt, sozusagen ein friedvolles Enden gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen können dann entsprechend beendet werden.

    rbb: Sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird treten Sie zurück, bleiben Sie dabei?

    Panhoff: Also wenn sie jemand den kleinen Finger bricht, weil er durchs Treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück, aber Sie wissen welche Drohungen ausgesprochen wurden seitens der Flüchtlinge, die sich also vom Dach stürzen wollen, das ist also eine Sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten. Aber, sagen wir mal, kleine Geschichten gibt’s ja immer mal, das ist ja sicherlich nicht jetzt was ich meine.

    Reply
  7. transkriptor

    gerne. ich mach mal weiter bis zum schluss:

    da muss jetzt… auch mal jemand die möglichkeit haben kurzfristig und in verantwortung zu entscheiden und ich hab mich dazu entschlossen und deswegen die sache auf meine kappe genommen.

    SD: und was heißt das? was wäre denn eine position wo sie sagen “gut, dann verhandeln wir?” weil sie sagen mit den ganzen extremen positionen und alles zieht sich in die länge, das mach ich nicht mehr mit. was wäre der punkt wo sie sagen, “jetzt können wir noch mal verhandeln?”

    HP: genau. also die idee ursprünglich war immer schon gewesen — die ist seit ende april bekannt — dass wir einem teil der leute in der schule — ungefähr auch in der größenordnung derer, die da grad drin sind — wir hatten gesagt 35 — im moment haben wir ungefähr 35 bis 40 — äh, dass sie den pavillion haben können auf dem gelände, also dieser flachbau vorne, auch “social center” genannt. gut, darauf wollen die sich nicht einlassen, die wollen in der schule bleiben, da bin ich auch bereit dazu das zu tun, solange sicher gestellt ist das a) das ein abgrenzbarer bereich ist und b) ein neuer zuzug, ein wilder zuzug, von der straße verhindert wird. da treffen sich interessanterweise die beiden seiten, weil die verbliebenen in der schule wollen auch keinen wilden zuzug und wir sind dabei das zu klären wie wir das organisieren — und zwar kooperativ — und wenn uns das gelingt dann können wir eine vereinbarung treffen und dann wäre für eine räumung auch keine erfordernis mehr gegeben und dann würde ich das zurückziehen.

    SD: aber sie haben die verantwortung der polizei übertragen, die schickt jetzt wohl verhandlungsteams in die schule, um die flüchtlinge zu bitten das gebäude freiwillig zu verlassen.

    HP: das ist formal richtig, aber die polizei hat mir auch zugesagt, dass sie jetzt nicht irgendeine aktion startet, wenn die nicht mit dem bezirk abgesprochen ist, es sei denn dass da jetzt gründe vorliegen — wie sonst auch — wenn feuer ausbrechen würde, müssten sie reingehen und dann würden die auch reingehen, aber ansonsten ist die vereinbarung schon die dass wir gucken dass wir das friedlich zu ende bekommen und diese zeit noch haben, die ist allerdings nicht sehr lang.

    SD: hm, nicht sehr lang, wie schnell wird die polizei räumen, womit rechnen sie?

    HP: also ich hoffe dass wir am heutigen tag zu einer vereinbarung kommen mit den flüchtlingen, mit den refugees in der schule und dass wir licht im tunnel haben und dann ist das eine sachen von stunden zu sagen, ja gut wir haben jetzt sozugagen ein friedvolles ende gefunden und alle polizeilichen maßnahmen können dann entsprechend beendet werden.

    SD: sie haben ja sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird, treten sie zurück. bleiben sie dabei?

    HP: also wenn sich jemand jetzt einen finger bricht weil er irgendwie durchs treppenhaus rennt, dann trete ich nicht zurück, aber sie wissen welche drohungen ausgesprochen wurden seitens der flüchtlinge, die sich also vom dach stürzen wollen. das ist eine sache, die kann ich dann hinterher nicht mehr vertreten. aber sagen wir mal kleine geschichten gibts ja immer mal, das ist sicherlich jetzt nicht was ich meine.

    Reply
  8. jule zbronski

    Tja, schade, Leute. Dann hätte ich mir die Arbeit auch sparen können. Aber weils so schön war, das Transkribieren hier jetzt der ganze Text im Zusammenhang.

    Interview mit Baustadtrat Panhoff im Inforadio
    Mi 02.07.2014 | 08:25 „Wir müssen zu einem Ergebnis kommen“

    Moderation Sabine Dahl

    SD: Jetzt wird geräumt…oder, ach nee… oder jetzt doch? Das war gestern ein ziemlich verwirrender Tag rund um die Gerhard-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. Fest steht die Polizei hat das Gebäude in dem immer noch rund 40 Flüchtlinge ausharren bis heute morgen 08.26 Uhr nicht geräumt.Gestern hat der Baustadtrat des Bezirks, der Grünenpolitiker Hans Panhoff ein Räumungsersuchen an die Berliner Polizei gestellt. Die Grüne Bezirksbügermeisterin ist gegen eine Räumung – nur, Herr Panhoff trägt als Baurat die Verantwortung für die Schule und die Zustände darin. Die Polizei hat sein ersuchen akzeptiert und er sagt: „Ich tue dies aus dem Mut der Verzweiflung, da ich nicht sehe, wie es anders gehen soll.“ Jetzt ist er am Telefon. Guten Morgen Herr Panhoff.

    HP: Ja, Guten Morgen.

    SD: Was lässt Sie so verzweifeln, dass sie sagen, jetzt geht nur noch die Räumung?

    HP: Es hat sich da alles dermaßen ineinander verhakt, dass man da jetzt entschieden rangehen muss. Entscheidungen treffen muss, aber auch Entscheidungen herbeiführen muss. Und dieses ewige Hingeziehe und Gespräche oder doch keine Gespräche und bewegt man sich aufeinander zu oder stellt man erst einmal unerfüllbare Vorbedingungen… Das geht so nicht weiter und deswegen habe ich jetzt gesagt, wir können dort keinen Polizeieinsatz über Wochen und Monate so haben. Wir müssen zu einem Ergebnis kommen. Und ich habe das gestern schon gesagt, wenn man verhandeln möchte, muss es klar sein, dass es da zwei Positionen gibt, von denen man sich annähert. Ich habe jetzt unsere Position als Bezirk eben sehr deutlich gemacht, mit der Androhung der Räumung. Ich habe damit aber immer verbunden zu sagen, wir können noch verhandeln, wir können noch zu einem Ergebnis kommen. Doch diese Position ist jetzt geklärt und übernehme dafür die Verantwortung. Das kann ich nicht mit X Gremien- und Parteiengesprächen machen, da dies Entscheidungswege sind, die viel zu lange dauern. Da muss jetzt jemand die Möglichkeit haben kurzfristig und in Verantwortung zu entscheiden und ich habe mich dazu entschlossen und das Ganze auf meine Kappe genommen.

    SD: Und was heißt das? Was wäre denn eine Position, wo sie sagen, gut, dann verhandeln wir? Weil sie sagen, diese ganzen extremen Positionen und alles zieht sich in die Länge, das mach ich nicht mehr mit. Was wäre der Punkt, wo sie sagen, jetzt können wir noch mal verhandeln?

    HP: Die Idee war ursprünglich gewesen, sie ist seit Ende April bekannt, dass wir einen Teil der Leute in der Schule – ungefähr auch in der Größenordnung derer, die dort jetzt drin sind, ca. 35 bis 40 – dass die den Pavillon auf dem Gelände haben können. Also dieser Flachbau vorne, auch Social Center genannt. Darauf wollen sie sich nicht einlassen. Sie wollen in der Schule bleiben. Da bin ich auch bereit dazu, das zu tun. Solange sichergestellt ist, erstens dass das ein abzugrenzender Bereich ist und zweitens dass ein Zuzug, ein wilder Zuzug von der Straße verhindert wird. Da treffen sich interessanterweise die beiden Seiten, denn die Verbliebenen in der Schule möchten auch keinen wilden Zuzug. Wir sind jetzt dabei, das zu organisieren und zwar kooperativ. Und wenn uns das gelingt, dann können wir eine Vereinbarung treffen und dann wäre für eine Räumung ja auch kein Erfordernis mehr gegeben. Die würde ich dann zurückziehen.

    SD: Aber Sie haben die Verantwortung der Polizei übertragen die schickt jetzt neue Verhandlungsteams in die Schule, um die Flüchtlinge zu bitten, das Gebäude freiwillig zu verlassen.

    HP: Das ist formal richtig. Die Polizei hat mir versprochen, dass sie nicht irgendeine Aktion startet, die nicht mit dem Bezirk abgesprochen ist. Es sei denn, wenn irgendwelche Gründe vorliegen, wie sonst auch… wenn Feuer ausbrechen würde, dann müssten sie reingehen, dann würden die auch reingehen. Aber ansonsten ist die Vereinbarung die, das wir schon gucken, dass wir das friedlich zu Ende bringen. Und die Zeit nutzen, die wir noch haben, die ist allerdings nicht mehr sehr lange.

    SD: Nicht mehr sehr lange, wie schnell wird die Polizei räumen? Womit rechnen Sie?

    HP: Ich hoffe, dass wir am heutigen Tage zu einer Vereinbarung kommen mit den Flüchtlingen mit den … in der Schule. So dass wir Licht im Tunnel habe. Dann ist es eine Sache von Stunden zu sagen, wir haben jetzt ein friedvolles Ende gefunden und alle polizeilichen Maßnahmen können damit beendet werden.

    SD: Sie haben sogar gesagt, wenn jemand verletzt wird, treten Sie zurück. Bleiben Sie dabei?

    HP: Also wenn sich jemand den kleinen Finger bricht, weil er durchs Treppenhaus rennt, trete ich nicht zurück. Aber Sie wissen, welche Drohungen ausgesprochen wurden seitens der Flüchtlinge, die sich also vom Dach stürzen wollen… Also das ist eine Sache,die kann ich hinterher nicht mehr vertreten, aber… Kleine Geschichten gibt es immer mal, aber das ist nicht das, was ich meine.

    Reply
  9. Jules

    translation part 1:
    Dahl:
    Now the eviction will start. Oh no, not yet. Or will it? Yesterday was a rather confusing day around the Gerhart-Hauptmann-School in Berlin-Kreuzberg. One thing is for sure: Until 8:36 a.m. this morning the police has not evicted the about 40 refugees still staying in the school yet.
    Shortly past noon yesterday the Baustadtrat („bourough’s council for construction/ buildings“) and green politician Hans Panhoff asked the Police of Berlin to evict the school. The green mayor of Friedrichshain-Kreuzberg opposes the eviction. But: Mr. Panhoff as Baustadtrat has the responsibility for the school and the conditions in it. The police accepted his request and he says: „I act from the courage (born) of despair, because I don’t see what else might work.“ Now he is on the phone. Good Morning, Mr. Panhoff.

    Panhoff:
    Yes, Good Morning to you, too.

    Dahl:
    What made you so despaired that you say „Eviction is the only option now.“?

    Panhoff:
    Everything got so entangled, that one has to take things on decisively and make decisions, to make decisions happen and this, yes, ongoing extending and talks or no talks and does one move towards each other or does one make demands that cannot be fulfilled – this can’t go on any longer and that’s why I said: So we can’t have this kind of police deployment for weeks and months, we have to come to a result. And I have said even yesterday, if we want to negotiate it has to be clear that there are two standpoints from where we have to move towards each other and I made the position of the Bezirk (borough) very clear with the threat of eviction, but I also said we still can negotiate, we can come to a result, but this position is clear now and I take responsibility for it and I cannot do this with x talks with committees and party bodies, because these ways of decision making take too long and now someone has to have the option to take a decision on short notice. And I made that decision and took responsibility for that.

    Dahl:
    Mhm. And what does this mean? What would be a position for you to say: Good, so we will negotiate? Because your saying, all those extreme positions protract matters, I will not take this anymore. What would be a position where you say, okay, we can negotiate again?

    Panhoff:
    So, the original idea was – and this is known since end of April, – that part of the people, about the number that are in the school now, 35-40, that they can have the Pavillion, the flat roofed building at the front of the premises, also called social center. Okay, they do not want to agree to that, they want to stay in the school and I am ready for that as long as A) it is a definable/delimitable space and B) and new influx, a wild influx from the streets, is prevented. Interestingly at his point both sides meet, because the people remaining in the school also don’t want an unregulated influx. And now we try to clear up how we can organize this in a cooperative way and if we accomplish that we can make an agreement, because then there would be no need anymore for an eviction and I would take that back.
    Dahl:
    But you handed the responsibility over to the police? The police apparently is sending negotiation teams into the school to ask the refugees to leave the premises voluntarily.
    Panhoff:
    This is formally right, but the police assured me that they will not start any kind of action that is not coordinated with the Bezirk (borough), expect if there are reasons like a fire breaking out, then they would have to go in, and they would, but apart from that the agreement is that we try to come to a peaceful ending and that we have this time, although the time left is not long anymore.

    Dahl:
    Well, not very long? How fast will the police start the eviction, what do you think?

    Panhoff:
    Well, I hope we come to an agreement today with the refugees in the school, so there will be light at the end of the tunnel and then it is a matter of hours to say, okay, we have found a peaceful end and all police action can be stopped.

    Dahl:
    You even said if someone will be injured you will resign. Do you stick with this?

    Panhoff:
    Well, if someone breaks his pinky finger while running down the stairs I will not quit. But you know what kind of threats have been made by refugees, who want to jump from the roof. That is a matter that I will not be able to stand for afterwards, but there is always small matters, that’s not what I’m talking about.

    Reply
  10. No one

    English translation (not perfect)

    Dahl (Moderator):
    Now we’re gonna evict. Wait, stop. No, we won’t. Or yes again? It was a quite confusing day yesterday around the occupied Gerhart-Hauptmann-school in Berlin Kreuzberg. What we do know: Police has not evicted the school building, in which still round 40 refugees endure, until 8:26 AM this morning.
    At midday yesterday, the district’s Baustadtrat [City Councillor for Building and Construction] an Grünen-politician Hans Panhoff, requested an eviction from the Berlin police, but the green district mayor is against an eviction. But: As Baustadtrat, Panhoff is in charge of the school and the situation within it. Police has accepted his request and he [Panhoff] says: „I’m doing this with the courage of desperation, because I don’t see, how it could be done otherwise.“ Now he’s on the phone.
    Good Morning, Mr. Panhoff.
    Panhoff: Yes, good morning.
    Dahl: What makes you so desperate that you’re saying “Now the only thing left is an eviction”?
    Panhoff: Everything got hooked into each other to an extent, that one simply has to approach it decisively and take decisions, but also lead to decisions and this endless protraction and negotiations or no negotiations and do you try to come together or do you make some unrealizable preconditions demands first, we can’t go on like this and that’s why I said: Ok, we can’t have this police action for weeks and months , but we have to come to a solution. And I’ve sais, yesterday already, if one wants to negotiate, it must be clear that there are two positions from which you have to approach one another, and I have made our position as a district very clear, with the threat of an eviction, but I have always connected it to saying we can still negotiate, we can come to a result, but this position has been made clear now and I take the responsibility for it and I just can’t do this with x talks in bodies and the party and whatever, because that’s decision-making procedures which take way too long, somebody just has to have the opportunity to decide at short notice and in full responsibility. And I have decided to do this and therefore the whole thing is my fault.
    Dahl: Hm. And what does that mean? What would be a position that would make you say: Ok, then let’s negotiate? Because you day with all these extreme positions, it’s just protracting things, I’m not doing this anymore. What would be the point at which you’d say: Now we can negotiate again?
    Panhoff: Well, the original idea has always been, it’s been known since the end of April, that we a part of the people in the school, around the similar size of what’s inside now, we’ve said 35, at the moment we have roughly some 35 to 40, that they can have the pavilion on the territory, so this flat building that’s also been called social center. Good, they don’t want to accept this, they want to stay inside the school, I’m also willing to do that as long as it’s ensured that a) it is a clearly delimited area and b) a new influx, an uncontrolled influx from the street will be prevented. Interestingly enough that’s where both sides meet, because those remaining in the school don’t want any uncontrolled influx either. And now we are about to clarify how this can be organized, and I mean in cooperation and if we succeed in this, we can make an agreement, then there wouldn’t be no need for an eviction anymore, I would take it back then.
    Dahl: But you have transferred the responsibility to the police? They are sending negotiation teams to the school now, to ask the refuges to leave the building voluntarily.
    Panhoff: Formally that’s right, yes. But police has promised me not to start any action now that’s not agreed by the district, unless there reasons exist, like In other cases as well, if fire would break out, then they would have to go in, then they would even go in, but otherwise the agreement says that we are looking to end this peacefully and still have this time, but this is not very long anymore.
    Dahl: Well, not very long? How quickly the police is going to evict? What do you estimate?
    Panhoff: Well I hope that we’ll reach an agreement today, with the refugees in the school, so that we’ll have light in the tunnel [at the end of the tunnel?] and then it is a thing of hours to say: Well, we’ve found a peaceful end now so to speak and all police measures can be terminated accordingly.
    Dahl: You did even say if anybody gets hurt, you will resign. Would you still say that?
    Panhoff: Well, if somebody breaks their small finger, because he’s running through the stairway, I won’t resign. But you know which threats have been pronounced from the refugees who want to jump from the roof. That’s one thing I couldn’t represent, but let’s say there’s always smaller stories, that’s for sure not what I’ve meant.

    Reply
  11. daniel

    Interview with Baustadtrat Panhof at Inforadio

    Wednesday, 02.07.2014 | 08:25 „We have to reach a conclusion“

    Interviewer Sabine Dahl

    SD: There is an eviction now … isn’t there, no … or now yes? Yesterday was quite a confusing day regarding the Gerhard-Hauptmann-School in Berlin-Kreuzberg. What is clear is that the police has not yet evicted the school, in which 40 refugees are still holding out, at the time of 8:26am this morning. Yesterday, the district councillor for construction and political of the Green Party, Hans Panhoff, has handed over a request for eviction to the police of Berlin. The district mayor of the Green Party is against the eviction – but: Mr Panhof bears the responsibility for the school and the conditions inside the school. The police has accepted his request and he says: „I do this out of courage born by desperation, because I do not see how it could be done differently.“ He is at the telephone now. Good morning, Mr Panhoff

    HP: Yes, good morning.

    SD: Why are you so desperate that you say that the only option left is eviction?

    HP: Everything got stuck to such an extent that one has to approach it resolutely. To take decisions, but also to produce decisions. And this endless dragging on and talks or then no talks and does one make concessions or does one demand unfulfillable preconditions …. This cannot go on and therefore I have said that we cannot have a police deployment there for weeks or months in such a way. We have to reach a conclusion. And I have said that already yesterday, if one wants to negotiate, it has to be clear that there are two positions from which one makes concessions. I have now made our positions as the district very clear, with the threat of eviction. But I have also connected this to saying that we can still negotiate, we can still come to a conclusion. But this position has now been clarified and I take responsibility for it. I cannot do that with umpteen talks with political bodies and with parties, because these are decision-making procedures that take way too long. At this time somebody has to have the possibility to decide on short notice and as the responsible person and I have taken the decision and have assumed full responsibility.

    SD: And what does that mean? What would be a position which would make you say: ok, now we negotiate. Because you say, all these extreme positions and everything drags on, I don’t take that anymore. What would be the moment in which you say: now we can negotiate again.

    HP: At the outset the idea – it has been known since the end of April – that some of the people in the school – about the same proportion as is inside at the moment, about 35 to 40 people – can have the pavilion on the grounds. That means the flat building at the front, also known as Social Centre. They don’t want that. They want to stay in the school. I am also prepared to do that. As long as it is guaranteed that, first, this is a well-defined/demarcatable area and, second, that an uncontrolled moving in from the street is prevented. In this respect, interestingly enough, the two sides meet, because the remaining people in the school also don’t want an uncontrolled moving in. We are now busy organising this and indeed cooperatively. And if we are successful with this, then we can reach an agreement and then there would not be a need for an eviction anymore. I would then cancel it.

    SD: But you have handed over the responsiblity to the police. They now send new negotiation teams into the school to ask the refugees to leave the building voluntarily.

    HP: Formally, that is correct. The police has promised me that they won’t start any kind of action that has not been discussed with the district. Unless there are reasons which would in any case … if fire breaks out, they would have to go inside, then they would indeed go inside. But otherwise the agreement is that we ensure to reach a peaceful conclusion. And to use the time that we still have, which is, however, not that much.

    SD: Not that much … how quickly will the police evict? What do you expect?

    HP: I hope that we will reach an agreement with the refugees in the school today. So that we have some light at the end of the tunnel. Then it is a matter of hours to say: now we have found a peaceful ending and all the police measures can thus be stopped.

    SD: You have even said that, if somebody gets hurt, you will resign. Do you stick to that?

    HP: Well, if somebody breaks his little finger because he runs down the stairways, I won’t resign. But you know which threats have been voiced by the refugees, who want to jump from the roof … Well, that is something which I could not bear afterwards, but … small things always take place, but that is not what I mean.

    Reply
  12. sturzflug

    Dahl [D]:

    Eviction now. No, not yet. But maybe now? Yesterday was a pretty confusing day around the occupied Gerhart-Hauptmann school in Berlin-Kreuzberg. Fact is: Up until this morning [July 2nd] 8:26am the police did not evict the building in which about 40 refugees are still persevering.

    At midday yesterday the borough councillor responsible for construction, Hans Panhoff of The Green Party, put in a request for the eviction with the Berlin police. The borough mayor, also member of The Green Party, is opposed to an eviction. But: As concillor responsible for construction, Panhoff is responsible for the school and the conditions within. The police has accepted his request and he says: “I’m doing this with desperate courage because I don’t see any other way.” Now he is on the phone [with me].

    Good Morning Mr. Panhoff.

    Panhoff [P]:
    Well, good morning.

    D:
    What makes you so desperate that you say: “Eviction is the only solution.”?

    P:
    This is all entangled insomuch, that one has to make a decided approach now and make decisions, but also bring decisions about and this, well, this endless extending and talks or no talks and is there rapprochement or are unrealizable preconditions made. It can’t go on like this and that’s why I said: Well, there is no way we can contemplate the police operation for weeks and months, we need to reach a conclusion. And I said yesterday: If one wants to negotiate, one has to be clear on the fact that there are two positions from which we can approach one another. And now with the threat of eviction, I have made our position as Bezirk very clear. Have always included there is still room for negotiations, we can still reach a conclusion. But this position is made clear now and I will take full responsibility. I can’t do this with a ton of talks with committees and parties and what not, because that decision-making process would take way too long. Someone has to have the option to take responsibility and decide before long. So, that’s what I’ve resolved upon and that will be on my head.

    D:
    Umm, and what does that mean? What would be a position which would make you say: Good, let’s negotiate again? Because you are saying, all these extreme positions, it’s dragging on, I’m backing out. What would be the point that would make you say: Now we can renegotiate?

    P:
    Well, the idea has always been, which is known since the end of April, that a part of the people in the school, about the quantity that is still there, we said 35, right now we have about, something like, 35 to 40 – that they can have the pavilion on the school ground. Which is the flat-roofed building in the front, which is also referred to as the social center. Well, they don’t want to embark on that, they want to stay inside the school. I’m okay with that as well, as long as it’s ensured that A: It is a definable area and B: A new influx, a rampant influx from the street will be prevented. Interestingly enough, that’s where both sides are on the same page, because the remaining people in the school don’t want a rampant influx as well. And we are just working out how to organise that, in a cooperative way and if we succeed with that, then we can make an agreement, then an eviction would no longer be necessary. Then I would revoke.

    D:
    But you passed the baton to the police? They are probably sending teams to negotiate into the school to ask the refugees to leave the building voluntarily.

    P:
    That’s valid, but the police has assured me that they will not start any action if it’s not coordinated with the Bezirk. Unless there are the usual reasons present, like if a fire would break out. Then they would have to react, they would go in. But other than that the agreement is that we try to end this peacefully and that we have the time to do so. But not for much longer.

    D:
    Well, not for much longer? How soon will the police evict, do you think?

    P:
    Well, I hope that we will reach an agreement today, with the refugees in the school, so we can see a light at the end of the tunnel, and that means it’s a matter of hours. And then to say, well now we have, so to speak, come to a peaceful end and all police action can be ended accordingly.

    D:
    You even said if someone get’s hurt, you will resign. Do you stick to that?

    P:
    Well, if somebody snaps their pinky because they’re running on the stairs then I will not resign. But you know which threats have been made by the refugees who said they will jump off the roof. That’s something I can not advocate in hindsight, but let’s say petty stuff happens from time to time that’s not what I’m talking about.

    Reply

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