Anonymes Plädoyer für eine friedliche Lösung der Situation

Dieser Brief hat uns anonym erreicht. Wir wünschen den beiden von Herzen ein friedliches Ende der Situation mit der Erfüllung der Forderungen der Geflüchteten.

“Am Samstag fuhr ich nach Berlin, um mein Kind, welches eine Liebesbeziehung zu einem der Besetzer des Daches der G.Hauptmann Schule unterhält, zu unterstützen.

Dort erfuhr ich, dass sie und all die vielen anderen Solidarischen Unterstützer der Dachbesetzer seit Dienstag vor der durch die Polizei abgeriegelten Kreuzung warten, völlig erschöpft und hilflos darauf hoffen, dass niemand wie angekündigt bei einer Räumung durch die Polizei sich vom Dach stürzt oder selbst anzündet.

Als Vater habe ich den Wunsch mein Kind zu beschützen, jedoch nicht, indem ich es Autoritär aus der Situation reiße, sondern indem ich die Liebe zu diesem Menschen akzeptiere und mir wünsche, dass die beiden ihre Liebe egal wo auf dieser Welt leben können.

Am Montag musste ich schweren Herzens Berlin wieder verlassen und erfahren, dass sich die Situation in keinster Weise verbessert hat.

Im Gegenteil!

Alle Menschen vor Ort stehen unter massivem Druck und sind mittlerweile in einer psychischen Krisensituation, in der eine klare reflektierte Beurteilung der eigenen Lage und des Handelns zum Teil nicht mehr möglich ist.

Es ist unverantwortlich, diese Menschen in so einer Lage ihrem Schicksal zu überlassen, und das womöglich nur deshalb, um lokale politische Machtspiele auszuleben.

Ich fordere die sofortige Beendigung der Polizei-Belagerung der Schule und ein Aufenthaltsrecht der Flüchtlinge nach § 23 und ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht in der ehemaligen Schule für diejenigen, die das wollen.

Ich wünsche meinem Kind alle Kraft der Liebe, um diese Krise zu überstehen.

Ich wünsche allen Unterstützern der Flüchtlinge einen friedlichen Ausgang der von den Machthabern dieser Welt provozierten Situation.

Ich wünsche den Menschen auf dem Dach, dass sie überleben und zwar da, wo sie es sich wünschen.

Ich wünsche der Polizei so viel Empathie, dass sie auf Provokationen verzichtet und nicht mit Bananen winkt, sondern sich dafür einsetzt, dass Lebensmittel gerecht verteilt werden.”

Autor unbekannt

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One thought on “Anonymes Plädoyer für eine friedliche Lösung der Situation

  1. Babewyn

    Möge es viel mehr solcher Papis auf der Welt (und gerade in unseren Breitengraden hätten wir noch einige solche nötig) geben:
    “Als Vater habe ich den Wunsch mein Kind zu beschützen, jedoch nicht, indem ich es Autoritär aus der Situation reiße, sondern indem ich die Liebe zu diesem Menschen akzeptiere und mir wünsche, dass die beiden ihre Liebe egal wo auf dieser Welt leben können.”

    Reply

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